Unsere Schulen brauchen Verlässlichkeit – Bericht aus dem Gespräch mit Grundschulleitungen
Am 12. Mai haben wir uns mit Schulleiter:innen aus unserem Bezirk getroffen, um direkt zu hören, was die Grundschulen vor Ort beschäftigt. Das Bild, das sich zeigt, ist eindeutig: Die Schulen leisten enormes – aber sie brauchen dringend mehr Unterstützung.
Ein Thema, das alle betrifft: die jährliche Neuvertragsregelung im Bereich OGS. Anders als in anderen Kommunen müssen Düsseldorfer Eltern jedes Jahr neu entscheiden, zu welcher Uhrzeit ihr Kind abgeholt wird – und jedes Mal werden gleich drei Verträge neu aufgesetzt. Das bedeutet massiven Verwaltungsaufwand für die Schulen und macht verlässliche Planung fast unmöglich. Wir setzen uns dafür ein, dass einfache Vertragsverlängerungen möglich werden – das ist eine konkrete Entlastung, die schnell umgesetzt werden kann.
Die OGS ist in NRW ein freiwilliges Angebot – niemand wird zur Teilnahme verpflichtet. Was Düsseldorf im neuen Konzept ab dem Schuljahr 2026/27 besonders macht: Eltern können jährlich neu wählen, bis wann ihr Kind betreut wird – 14, 15 oder 16 Uhr. Das ist mehr Flexibilität als anderswo und grundsätzlich zu begrüßen.
Aber: Weil diese Entscheidung jedes Jahr neu getroffen werden kann und pro OGS-Platz gleich drei Verträge ausgearbeitet werden müssen, entsteht für die Schulen jedes Mal ein erheblicher Verwaltungsaufwand – und vor allem fehlende Planungssicherheit. Wir setzen uns dafür ein, dass Eltern, die beim gleichen Zeitmodell bleiben möchten, ihre Verträge einfach verlängern können, anstatt sie jedes Jahr komplett neu aufsetzen zu müssen.
Von kaputten Klettergerüsten (KGS Kempensweg) über fehlende Beschattung (GGS Deutzer Straße, GGS Amsteder Weg) bis hin zu Containerunterkünften auf ehemaligen Fußballplätzen: Viele Schulen warten auf Maßnahmen, die längst beschlossen sind. Wir werden nachhaken – insbesondere beim geplanten Neubau der GGS Deutzer Straße, wo trotz Beschluss bislang nichts passiert.
Solche Gespräche sind für uns unverzichtbar. Wir werden die angesprochenen Themen in die Fraktion und den Schulausschuss tragen. Denn gute Bildung beginnt damit, dass Schulen die Mittel bekommen, die sie brauchen.